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Titel: Draussen im Weltraum
Genre: Science Fiction
Originaltitel: last door to aiya
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
Seiten: 143
Autor / Herausgeber: Mirra Ginsburg
Übersetzt: Birgit Reß-Bohusch
Preis: 1,4 Euro
Titelbild: nicht genannt
Bewertung:
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Rezension:
Ab und zu suche ich mir auch ganz bewusst alte SF-Kurzgeschichten heraus, um mal wieder zu sehen, wie denn z. B. in den 70er Jahren die Zukunft gesehen wird. Der Griff zu dieser Kurzgeschichtensammlung erfolgte eigentlich, weil ich die Gebrüder Strugatskij mal wieder lesen wollte. In dieser Kurzgeschichtensammlung sind sie mit der Erzählung „Das Ei“ vertreten. Dabei geht es darum, dass Embryomechanik ausprobiert werden soll. Diese simuliert biologische Entwicklungsprozesse und der Konstruktion selbsttätiger Mechanismen. Aus diesem Grund wird der Wissenschaftler Aschmarin mit zwei Assistenten und einem „Ei“ auf die russische Insel Shumshu in den nördlichen Kurilen geschickt. Dabei geht nicht alles so vonstatten, wie sich die Wissenschaftler den Vorgang vorstellen. Sie entdecken Reste aus dem zweiten Weltkrieg, die die Japaner hinterliessen.
A. Poleschtschuk beschreibt eine Zeitreisegeschichte unter dem Titel „Wer war Homer?“ Ein Geschichtslehrer unterrichtet in einer technischen Schule, um den Schülern etwas mehr Literatur zuzuführen, damit sie nicht nur die Technik im Kopf haben. Zu seiner Überraschung bauen diese aber eine Zeitmaschine, um nach Griechenland zu Homer zu reisen.
Die für mich interessanteste Geschichte war aber „Arbeitsteilung“ von V. Grgoriew, der als Einzigster mit zwei Erzählungen vertreten ist. Hier erfindet ein Mann eine Maschine, die in der Lage ist, Bewusstsein von einem Menschen auf einen anderen zu übertragen.
Was mich an diesem Buch, obwohl ich es bereits kannte, am meisten im Nachhinein überraschte, war der Umstand, dass es als erstes in Amerika erschien und erst aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt wurde. Man hätte meinen können, der Weg über die DDR wäre kürzer gewesen.
Das Besondere ist eben, dass es russische Zukunftserzählungen sind, die uns vorliegen und sehr anders sind, im Vergleich zu deutscher SF. Betrachtet man sie jedoch genauer, sind es Erzählungen, die durchaus von Amerikanern geschrieben sein könnten. Ich bedauere nur den Umstand, in Deutschland sehr wenig ausländische SF zu lesen, die nicht aus dem alles beherrschenden US-Amerikanischen Markt kommt.

Infos:

geschrieben von: erik





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