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Titel: Auf dem Sprung
Reihe: Shadowrun 49. Band
Genre: Science Fiction
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
Seiten: 349
Autor / Herausgeber: Harri Assmann
Preis: 7.95 Euro
Titelbild: Jim Burns
Bewertung:
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Rezension:
Paul Frazer erwacht in einem verwahrlosten Loch, das den Begriff Wohnung nicht annähernd verdient. Als eine atemberaubende Frau an der Wohnungstür klopft und nach einem anderen Mann fragt, wird ihm klar, dass er hier total falsch am Platz ist. Pech für ihn, dass er sich vorerst nicht an seinen Namen erinnern kann. Und dann ist sie plötzlich verschwunden, da sich neuer Besuch ankündigt. Diesmal jedoch in Form von Polizisten. Wie bei Hanse Security üblich, wird erst geschossen, dann gefragt. Auf diese Weise bekommt man weniger falsche Antworten. Paul rettet sich mit einem Sturz aus dem Fenster, wo er gleich darauf von Heckenschützen unter Feuer genommen wird. Pech für den Heckenschützen, dass er nicht trifft, dafür aber Paul.
Auf der Flucht wird er von einer Shadowrun Gruppe aufgenommen und er erkennt die atemberaubende Frau wieder. Ab diesem Zeitpunkt wird es eng. Nicht nur Söldner, Schattenläufer und Konzerne sind hinter der Gruppe her, sondern auch noch der Geheimdienst der Regierung.
Von einem Kampf in den Nächsten getrieben, bleibt auf ihrem Weg als wild zusammengewürfelter Trupp nur Tod und Verderben hinter ihnen. Da werden Obdachlose auf der Mülldeponie durch einen Söldnertrupp ermordet, da stirbt der gleiche Söldnertrupp in Abwasserkanälen, Wirtshausschiessereien. All das erwartet und erhält man in diesem Roman. Die auftretenden Personen sind sehr gut beschrieben, fallen durch ihr unübliches Aussehen auf. Was macht ein afrikanischer Schamane in Hamburg? Und ihre seltsamen Angewohnheiten lassen sie sehr lebendig erscheinen. Es gibt keine einheitliche Handlungsperson, die als DER Held nachher auftritt. Die Runner-Gruppe als Ganzes ist hier gefragt. Zwischen all den Abenteuern kommt aber auch die Gruppe nicht ohne Verluste davon.

Infos:
Der Roman erschien bereits bei Fanpro - Phoenix. Da habe ich diesen Roman, den Beginn einer Trilogie, leider verpasst. Um so interessanter finde ich es, dieses vergriffene Buch in der Heyne-Shadowrun-Reihe wieder zu finden. Harri Assmann kannte ich bis jetzt nicht als Autoren, doch bin ich sehr zufrieden. Mir gefiel vor allem, das ab und zu ein paar Anspielungen einflossen, ob gewollt oder ungewollt, aber immer passend. So kam der Name Schmendrik darin vor, der Zauber vom „Letzten Einhorn“ oder die Anspielungen an den Chef des „A-Teams“ der sich freut „Wenn ein Plan klappt“. Ein paar kleinere Ungereimtheiten, die entstehen, wenn man ein Rollenspiel nacherzählt, können getrost übersehen werden. Ich habe diesen spannenden und mit ungewöhnlichen Ideen angereicherten Roman sehr gern gelesen.

geschrieben von: erik





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