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Titel: Die Brücke der Vögel
Genre: Fantasy
Originaltitel: bride of birds
Verlag: Piper Verlag
Seiten: 290
Autor / Herausgeber: Barry Hughart
Übersetzt: Manfred Ohl und Hans Sartorius
Preis: 8,90 Euro
Titelbild: Premium Bilderbank
Bewertung:
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Rezension:
Im Dorf Ku-Fu erkranken alle Kinder der Dorfbewohner. Schuld sind Ma die Made und der Pfandleiher Fang. Durch einen vorgetäuschten Tod können die beiden entkommen. Die Kinder werden dadurch jedoch nicht wieder lebendig. Der junge Mann, Lu Yu, der als zehntes Kind geboren wurde und auch von Statur her sehr gross ist, wie auch manchmal nicht sehr schnell von Verstand wird nur als Nummer zehn der Ochse bezeichnet. Er wird in die Huaptstadt geschickt, um einen Gelehrten zu finden, der ihnen und vor allem den Kindern helfen kann. Lediglich ein Gelehrter ist bereit, dem jungen Mann zu helfen. Den anderen Gelehrten ist das angebotene Geld zu wenig. So lernt Nummer zehn der Ochse den Gelehrten Li mit dem Nachnamen Kao und dem kleinen Charakterfehler kennen.
Der Charakterfehler von Meister Li, der über 100 Jahre alt sein muss, da er des öfteren von seinen Geschichten als er 90 Jahre alt war, erzählt liegt im Genuss von Alkohol. Wobei Genuss wohl der falsche Begriff ist. Er säuft alles, was sich Alkohol nennt und das wie ein Loch.
Die Krankheit der Kinder ist für den Gelehrten, der die Krankheit sofort erkennt, kein Problem. Gemeinsam machen sich die beiden so ungleichen Personen auf den Weg um die erkrankten Kinder zu retten. Dabei suchen sie eine ganz bestimmte Wurzel, die Ginseng der grossen Macht. Mit kleinen Erfolgen können sie immer wieder in das Dorf Ku-Fu zurückkehren, nur um gleich darauf wieder loszugehen, um doch noch den letzten Rest zu finden. Dabei erleben die beiden Personen die seltsamsten Abenteuer. Sie kämpfen gegen die Herzöge von Chi’in, gegen Dämonen, Fallen und Götter

Infos:
Der Schauplatz dieses Romans ist nicht etwa das Reich der Mitte, das alte und bekannte China, sondern das China der Legenden. Der amerikanische Autor Barry Hughart verbindet in seinen Geschichten um den Meister Li Volksmärchen, Legenden und Mythen sowie die klasischen Informationen, die jeder Leser auf die eine oder andere Weise über China kennt.
Ein guter Roman und zugleich ein königliches Lesevergnügen mit viel Witz und Verstand. Wirklichkeit und Märchen mischen sich zu einem fabelhaften Roman. Barry Hughart baut seine Handlung sehr geschickt auf. Alles ist erst einmal im Fluss, bis es scheinbar nicht mehr weiter geht. Dann kommt eine blendende Idee des Meister Li, meist direkt umgesetzt von Nummer zehn dem Ochsen. Die beiden ergänzen sich hervorragend und der Leser und die Leserin sind gefangen von einem herrlichen Buch, dass man gar nicht aus der Hand legen will. Meister Li ist eine Art Wissenschaftler, der einen kriminalistischen Verstand wie Sherlock Holmes oder Hercule Pierot hat, gleichzeitig aber auch mit seltsamen Vorschlägen kommt, wie Ziegen Goldstücke ausscheiden zu lassen. Das Buch ist sehr angenehm geschrieben. Mehr in einem lockeren Plauderton, der dafür sorgt, dass man sehr oft über den Herrn mit dem Charakterfehler lächeln, ja lachen kann. Zudem kann man sich selbst als Kriminologe betätigen. Bücher wie diese, mit viel Humor, sind in der Phantastik leider selten geworden.

geschrieben von: erik





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