BuchTipps ~ Schreibers Schriften


[zurück]




Titel: Der Aufmarsch
Reihe: Invasion 1. Band
Genre: Science Fiction
Originaltitel: a hymn before battle
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
Seiten: 540
Autor / Herausgeber: John Ringo
Übersetzt: Heinz Zwack
Preis: 8,95 Euro
Titelbild: David Mattingly
Bewertung:
Rezension drucken...
Rezension:
Die galaktische Förderation hat ein grosses Problem. Sie wird seit längerem von den kriegerischen Posleen angegriffen. Dies Zentauroiden erobern Planet für Planet der Förderation, ohne dass die Förderation etwas gegen die gewalttlätigen Eroberer unternehmen kann. Inzwischen wurden zweiundsiebzig Systeme erobert und die Bevölkerung getötet. Aus diesem Grund lässt „Der Ghin“ zum Planeten der Menschen Verbindung aufnehmen. Aber gerade die Menschen sind das ahnungsloseste Volk der Galaxis. Die Erde ist inzwischen das nächste Ziel der Posleen und wird die Erde in fünf Jahren übernehmen. Aber die Bewohner sind immer noch zerstritten und haben keine Ahnung von überlichtschneller Raumfahrt.
Die Menschen der Erde verbünden sich und wollen unter der Vorherrschaft der USA eine gemeinsame Streitkraft aufstellen. Sie haben gerade fünf Jahre Zeit, eine Strategie und neue Waffen zu entwickeln, denn die Förderation hat anscheinend weder das Eine noch das Andere. Schliesslich gelingt es der Menschheit neue Kampfanzüge zu entwickeln um sich der Invasionswelle der Posleen entgegen zu stellen. Dabei stellen sie jedoch bei einem Einsatz auf dem Planeten Diess fest, die Posleen sind zahlenmässig überlegen und die Waffen- und Feuerkraft ist auch besser. Den Sternenkrieger der Menschheit gelingt es zwar, sich gegen die Posleen mit List und Tücke entgegenzustellen, doch die Menschheit wird im Lauf der Handlung arg gebeutelt und umgebracht, für die Menschheit sieht die Zukunft nicht rosig aus, sondern eher blutrot.

Infos:
Vor uns liegt ein harter, militärischer SF Roman, der vor allem von den Beschreibungen der Soldaten im Felde lebt. John Ringo ist ein ehemaliger Militär der hier genau das beschreibt, was er am Besten kennt. Das Leben der Soldaten schildert er mit ein wenig Humor, Selbstironie und ein paar Seitenhieben auf das militärische Leben im Allgemeinen, eingeschlossen sehr wirklichkeitsnahe Beschreibungen von Schlachtengetümmel. Allerdings ist der Roman in vielen Dingen etwas zu pathetisch. Wobei ich allerdings der Ansicht bin, dass der Übersetzer Heinz Zwack während des übertragens ins Deutsche, den Text etwas entschärfte. An manchen Stellen fühle ich mich an Philip K. Dick erinnert, dann wieder an Robert A. Heinlein. Dabei ist dieser Auftaktroman nicht so verstandesmässig geschrieben, wie es gerade Dick macht, aber auch nicht so ironisch wie „Starship Troopers“ von Heinlein. Was mir nicht gefällt sind die Beschreibungen über die Rangfolge in den amerikanischen Streitkräften, die für die Weltmiliz ohne eine Hinterfragung übernommen wurde.
Der Wert des Buches in Aufmachung, Übersetzung und Preis sind hervorragend. Seit einigen Monaten hat sich der Umschlang und seine Beschaffenheit sehr verbessert, die Titelbildgestaltung wurde für das Auge freundlicher gestaltet. Warum aber der Originaltitel nicht übernommen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.

geschrieben von: erik





[zurück]


BuchTipps 0.3b ©2003 by Taladas.de