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Titel: Das Geheimnis von El Excorial
Genre: Jugendkrimi
Verlag: Ueberreuter Verlag
Seiten: 186
Autor / Herausgeber: Jonas Torsten Krüger
Preis: 12,95 Euro
Titelbild: Felix Scheinberger
Bewertung:
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Rezension:
David ist sauer. Seine Eltern, beide Biochemiker, fahren für ein halbes Jahr in die Vereinigte Staaten. Ohne ihn. Zudem hatte er vor einiger Zeit ein Gespräch zwischen den Eltern auf einer Party aufgeschnappt, wo sein Vater sagte: „Ein Kind ist ein Experiment“. Daher freut er sich nicht unbedingt, zu seinem Onkel Pedro abgeschoben zu werden. Onkel Pedro ist Mönch und arbeitet als Bibliothekar im El Escorial, der Königsresidenz der spanischen Könige. Dort im El Escorial lernt er auch den Jungen Miguel und den Wachmann Diego kennen. Für ein halbes Jahr soll David in Spanien bleiben. Weil er schon des öfteren bei seinem Onkel war, ist sein spanisch auch sehr gut. Miguel hält David erst für einen Touristen und beschimpft ihn ausgiebig. Er ist baff erstaunt, als er es mit gleicher Münze zurückgezahlt bekommt. Daraufhin werden die beiden die besten Freunde. Das El Escorial ist sehr gross und für David immer wieder ein Ort, um Streifzüge durch die vielen Räume zu machen. Dabei lernt er den jungen Wachmann Diego kennen. Mit ihm kommen die beiden Jungs sehr gut aus.
David bemerkt, dass sein Onkel sich recht seltsam benimmt. Gleichzeitig wird eine Handschrift vermisst und David stellt fest, sein eigener Onkel hat das Buch gestohlen. Währenddessen geschehen in der Nacht seltsame Dinge im Escorial. David bemerkt seltsame Lichter in der Nacht. Fahrzeuge verlassen das Gelände und Wertsachen werden gestohlen oder beschädigt, unheimliche Geräusche sorgen dafür, dass das Escorial ein Spukschloss wird. Der Prior verdächtigt den Wachmann und Diego wird gefeuert. Zwischen den dreien, die sich nun auf die Suche nach den Verursachern machen, gibt es kurzfristig Reibereien, die sich jedoch bald wieder aufklären. Am schlimmsten trifft es eigentlich David. Hatte er von seinem Onkel noch eine gute Meinung, wird er herb von ihm enttäuscht. Sein Onkel, der Mönch, ein Dieb.

Infos:
Von der Aufmachung her hielt ich dieses Buch für eines zum phantastischen Genre zugehörig. Ich täuschte mich ausgiebig. Statt einem Fantasy-Roman hielt ich einen Jugendkrimi in der Hand. Mit seinen unheimlichen Beschreibungen und dem Spannungsaufbau, den der Autor Jonas Torsten Krüger gekonnt in Szene setzte, wurde ich nicht enttäuscht, sondern gut entschädigt. Auf dem Buchumschlag findet man das Schlagwort: „Der Name der Rose für junge Leser“, aber so weit würde ich nicht gehen. Vor allem weil die jungen Leser vielleicht den Film, bestimmt nicht aber das anspruchsvolle Buch von Umberto Eco (oder seinem Ghostwriter) kennen.

geschrieben von: erik





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