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Titel: Die Insel der Mandarine
Reihe: Meister LI 3. Band
Genre: Fantasy
Originaltitel: eight skilled gentlemen
Verlag: Piper Verlag
Seiten: 279
Autor / Herausgeber: Barry Hughart
Übersetzt: Sonja Hauser
Preis: 8,90 Euro
Titelbild: Mon-tresor
Bewertung:
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Rezension:
Meister Li und sein Adlatus und ehemaliger Klient Nummer Zehn der Ochse, wollen in Peking einem Spektakel beiwohnen, dass man heute durchaus einem Guniness-Rekord nennen würde. Der kaiserliche Henker will heute einen Rekord brechen. Vor vielen Jahrzehnten hatte es ein Henker geschafft, 1070 Verbrecher zu köpfen, ohne ein zweites Mal ausholen zu müssen. Der jetzige Henker könnte den Rekord brechen, war er doch schon bei 1044 und es standen mehr als 30 neue Köpfungen an. Und gerade als der Wirt Tu, bei dessen Ergreifung Meister Li und Nummer Zehn der Ochse eine entscheidende Rolle spielten, geköpft werden sollte, taucht ein Vampir auf. Sein Auftauchen erzeugt eine Panik unter den Menschen bis er unter den Strahlen der sengenden Sonne, praktisch Selbstmord begeht.
Das unvorhergesehene Auftauche des Vampirs ist der Auftakt eines neuen Abenteuers mit Meister Li und seinem Gehilfen. Wenig später wird ein hochgestellter Mandarin neben einem seltsamen Vogelkäfig tot aufgefunden. Den ermittelnden Personen wird schnell klar, hier ist das absolut Böse am Werk. Und wer ist geeigneter als Meister Li, der mit seinem Geholfen bereits die Hölle durchquerte? Niemand. Also macht sich Meister Li an die Arbeit um das Rätsel zu lösen.
Als erstes besucht er seinen alten Lehrer. Und obwohl Meister Li fast 100 Jahre alt ist, ist sein lebender Lehrer noch viel älter. Chang, der in der Regel als Himmlischer Meister angesprochen wird, war der Mann, der den Toten zuerst sah. Ma Tua Lin starb sehr ungewöhnlich. Das bekannte Duo macht sich auf den Weg, den Mord zu klären. Dabei treiben sie die Ereignisse durchs weite Land. Sie treffen auf die Drahtzieher eines bösen Komplotts und versuchen alles, um diese Menschen dingfest zu machen.

Infos:
Das ist der dritte Roman um Meister Li und zugleich auch der letzte Roman. Barry Hughart hat nie wieder etwas veröffentlicht, dass sich mit den beiden Hauptdarstellern seiner Bücher befasste. Man munkelt, er hätte Probleme mit seinem amerikanischen Verlag gehabt und sich als Schriftsteller vollkommen zurückgezogen. Allgemein wird der zweite Roman als etwas schwächer bezeichnet, doch alle drei zusammen sind ein herrliches Lesevergnügen. Barry Hughart ist manchmal ein wenig abschweifend, zeigt aber damit einmal mehr, dass ein guter Autor Wissen, auch scheinbares Wissen, gut vermitteln kann und so einen spannenden Roman schreibt.

geschrieben von: erik





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