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Titel: Evolution
Genre: Science Fiction
Originaltitel: evolution
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
Seiten: 825
Autor / Herausgeber: Stephen Baxter
Übersetzt: Martin Gilbert
Preis: 11,95 Euro
Titelbild: Dan Dixon
Bewertung:
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Rezension:
Die Geschichte beginnt im Jahr 2031, in einem Flugzeug auf dem Weg nach Darwin, Australien. Joan Useb ist Paläonthologin und Alyce Sigurdardottir die Primatenforscherin sind auf dem Weg zu einem Kongress in Australien. Joans Mutter war ebenfalls Paläonthologin und bei einem Besuch in Montana begeisterte sich die damals 14jährige Joan sehr für die Arbeit ihrer Mutter.
Die Erzählung selbst beginnt vor 65 Millionen Jahren, ebenfalls in Montana. Einer Zeit auf der Erde, da die Dinosaurier der Welt ihren Stempel aufdrücken. Hier beginnt die Geschichte der Menschheit. Dabei beginnt die Erzählung bei Purga, einem Säugetier, dass gerade mal wenig Intelligenz zeigt und beim Verspeisen einer Motte gerade mal etwas wie einen Funken Zufriedenheit empfindet. Purga ist nicht sehr gross, eher Mausähnlich und im Vergleich zu den auf der Lichtung stehenden Ankylosaurier wirken diese wie Hochhäuser. Trotz ihrer Kleinheit war die spitznasige Purga eines der ersten Säugetiere und Vorfahr derjenigen, die die Dinosaurier ablösen würden. Die Geschichte, die mit Joans Mutter beginnt, die eben dort, wo Purga lebt, einen Zahn eines Säugetieres findet, wird hier 65 Millionen Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt. Trotz allem ist der eigentliche Beginn der Erzählung eben Purga und das Ende wird Ultima sein. Dazwischen liegen fas 570 Millionen Jahre und ein ganz kleiner Abschnitt mit dem eigentlichen Menschen.
Es beginnt mit der Geschichte der ersten Säugetiere, aus denen sich in ein paar Millionen Jahren die Menschen entwickeln werden. Bis dorthin ist es jedoch noch ein weitere Weg. Die Geschichte führ uns durch Jahrmillionen Jahre. Wir landen an der nordafrikanischen Küste 5 Millionen Jahre vor unserer Zeit. Treffen in der Steppe auf die Vorläufersäugetiere wie Capo einer ist. Ein Patriarch unter affenähnlichen Wesen. Bedacht darauf sein Gebiet gegen andere männliche Exemplare seiner Gattung zu verteidigen. Wir treffen in Zentralafrika 1,5 Millionen Jahre vor unserer Zeit auf die Läufer in der Grassteppe. Bis hin am Ende der Erde, wo alle Kontinente wieder zusammenfinden. Es ist der Riesenkontinent Pangäa. 500 Millionen Jahre in der Zukunft treffen wir dort auf Ultima und ihr bescheidenes Wesen. Sie lebt vor sich hin, ohne irgendwelche Ziele bewusst in Angriff zu nehmen. Ein Säugetier, entstanden aus den Resten der Zivilisation, die einmal ein Mensch gewesen ist. Zwischen Purga, Plesi, Graben, Ultima und wie sie alle hiessen, waren in der Mehrzahl weibliche Helden. Sie standen immer irgendwie an einem Wendepunkt in der Entwicklung. Und immer wieder das Zwischenspiel, wo wir auf die beiden Frauen Joan und Alyce treffen.

Infos:
Stephen Baxter legt uns einen Roman vor, wie er sich die Entwicklung des Menschen vorstellt. Ohne wenn und aber. Zwar auf Grundlage der Wissenschaft, aber ganz bestimmt, ohne vollkommen wissenschaftlich korrekt zu sein. Dafür legt Stephen Baxter aber auch Wert darauf, einen Roman geschrieben zu haben. Lesende Wissenschaftler würden sonst wahrscheinlich die Hände über den Kopf schlagen, beim Blick in dieses Buch. Dennoch denke ich, dass Stephen Baxter einen wirklich guten Roman vorlegte. Seine Beschreibungen laufen immer darauf hinaus, alles was er erwähnt, im Verhältnis mit jetzigen Wissen zu setzen. Der knapp 800 Seiten starke Wälzer ist ein unterhaltsames und lesenswertes Buch. Ich will gar nicht wissen, ob die wissenschaftlichen Hintergründe wahr oder reine Erfindung sind. Das Buch ist in seinem Wert wirklich SCIENCE FICTION, eine wissenschaftliche Erdichtung einer Gegebenheit, die sich vielleicht wirklich so zugetragen haben könnte.

geschrieben von: erik





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