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Titel: Die Magie der Scheibenwelt
Originaltitel: the colour of magic, the light fantastic, equal rites
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
Seiten: 895
Autor / Herausgeber: Terry Pratchett
Übersetzt: Andreas Brandhorst & Jürgen Langowski
Preis: 11 Euro
Titelbild: Josh Kirby
Bewertung:
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Rezension:
Farben der Magie
Die Scheibenwelt ist eine Welt wie jede andere, nun ja, fast. Das ändert sich sobald der erste Tourist der Scheibenwelt nach Ankh-Morpork kommt. Ankh-Morpork ist die grösste Stadt der Scheibenwelt und die Heimat des Zauberers Rincewind. Das Leben des unfähigsten, bekannten Zauberers ist soweit in Ordnung, bis er auf den Touristen Zweiblum trifft, der ihn als Fremdenführer anheuert. Wäre der Brand der Stadt nicht gewesen, vieles wäre für Rincewind einfacher geblieben. Zweiblum ist reichlich naiv, hat von den Sitten und Gebräuchen der Stadt keine Ahnung. Und er möchte die seltsamsten Bekanntschaften schliessen sowie alles sehen und kennenlernen. Ihn selbst begleitet eine intelligente Truhe aus Birnbaumholz, mit hunderten von Füssen und randvoll gefüllt mit Gold. Die Truhe weicht nicht von des Touristen Seite. Zumindest nicht freiwillig. Denn da sind noch die lizensierten Diebe, die gerade an das Gold von Zweiblum wollen, um eine einfache Eigentumsübertragung durchzuführen. Die Truhe ist ihrem Besitzer jedoch so treu ergeben, dass sie ihm nicht von der Seite weicht, dass es fast lästig ist. Zudem nimmt sie es jedem übel, der versucht, sie zu entführen.
Zweiblum selbst trifft auf Trolle und sprechende Bäume, findet sich in der Unterwelt Ank-Morporks wieder und andere Dinge mehr.

Das Licht der Phantasie
Im vorliegenden Roman befindet sich die Scheibenwelt auf dem Weg zu einer roten Riesensonne. Das Unglück, dass die Scheibenwelt in die Sonne stürzt könnte verhindert werden. Man benötigt dazu lediglich acht Zaubersprüche. Der Nachteil dabei ist, der alles entscheidende Zauberspruch befindet sich bereits seit dem letzten Band im Kopf von Ricewind, dem Zauberer. Doch Ricewind fiel bekanntlich in „Die Farben der Magie“ vom Rand der Welt.
Nach dem Flug durch das Weltall sind der Zauberer, der Tourist und die Truhe auf der Scheibenwelt wieder vereint. Sie erwachen in einem fremden und seltsamen Wald mit sprechenden Bäumen, treffen auf ein verlassenes Pfefferkuchenhaus und in Fliegenpilzen wohnenden Heinzelmännchen. Daneben lernen sie den alternden, Suppe löffelnden Barbaren Cohen kennen, der wiederum die junge Bethan kennen- und lieben lernt.
Die unfreiwilligen Helden haben jedoch Probleme mit dem Leiter der unsichtbaren Universität. Tyrmon will nicht nur die Uni leiten, sondern die Scheibenwelt beherrschen. Und man sucht den letzten Zauberspruch. Da Rincewind ihn jedoch im Kopf hat muss er bis Silvester gefunden und Rincewind getötet werden. Ziel ist es, den Zauberspruch zu befreien, aber der Zauberspruch lässt den Tod des Zauberers nicht zu.

Erbe des Zauberers
Der Tod nähert sich einem alten Zauberer und dieser beschliesst, wie die Tradition es verlangt, seine Kraft dem achten neugeborenen Sohn eines Schmiedes in „Blödes Kaff“ zu übertragen. So weit so gut, wäre der achte Sohn nicht in Wirklichkeit ein Mädchen. Damit wächst in den Spitzhornbergen die erste Zauberin heran. Oma Esmeralda Wetterwachs, die Dorfhexe will das Mädchen aufziehen und zur Hexe ausbilden, doch das geht eindeutig schief. Weil die Magie ihren eigenen Willen hat, müssen beide nach Ankh-Morpork, zur unsichtbaren Universität. An der Universität werden jedoch nur Männer aufgenommen. Also bleibt nur noch weibliche List....

Infos:
Hat sich der Leser und die Leserin erst einmal auf die verrückte Welt des Terry Pratchett eingelassen, dann begeistert man sich sehr schnell an dieser Welt. Seine Bücher sind mit Wortspielen und Anspielungen gespickt. Terry Pratchett bringt seine komischen Situationen schnell auf einen Punkt. Dabei nimmt er keinerlei Blatt vor den Mund und nimmt keine Rücksicht auf Politik, Kultur und Zeitgeschehen.
Die Ersten drei Scheibenweltromane, die in diesem Band zusammengefasst wurden, sorgen dafür, dass die Leser auf ihre Kosten kommen. Jedoch sollte man nie etwas erwarten, denn der Autor führt jeden an der Nase herum. Die Scheibenwelt hält ständig neue Überaschungen bereit und Pratchetts schwarzer Humor verleiht dem Geist Flügel. Pratchetts Vergnügen ist es, durch seine spitze Feder und mit seinem vielschichtigen Humor den Leser durcheinander zu bringen.





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