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Titel: Die Cassini-Division
Originaltitel: the cassinin division
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
Seiten: 366
Autor / Herausgeber: Ken MacLeod
Übersetzt: Norbert Stöbe
Preis: 8,95 Euro
Titelbild: Chris Moore
Bewertung:
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Rezension:
Die Menschheit der Erde besitzt inzwischen den weltumspannenden Kommunismus. Die Menschheit hat den Weg ins All gefunden. Es gibt Weltraumstationen und im Jupitersystem gibt es eine ehemalige Kolonie. Die Menschen dort entwickelten sich weiter in eine Richtung, die die Erdmenschen weder erwarteten, noch billigen. Die „Aussenweltler“ des Jupiters liessen das Körperliche hinter sich. Ihr Bewusstsein besteht nur noch in Form von Datenspeichern, die jeden Kontakt zur Erde abbrachen.
Die kommunistische Erde befürchtet einen Angriff der Jupiter-Bewohner. Diesem will sie mittels der Cassini-Division zuvorkommen. Unter den Menschen bricht jedoch ein wildes Streitgespräch darüber aus, ob das Löschen der Datenspeicher nicht doch Mord wäre. Schliesslich waren das doch einmal Menschen, die ein höheres Sein erreichten.
Trotzdem ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Die Kommandantin der Cassini-Division, Ellen May Ngwethu, soll sich um die seltsamen Vorkommnisse kümmern. Ein schwarzes Loch erscheint, der Mond Ganymed fällt in unzählige Trümmerstücke auseinander. Um die aussergewöhnlichen, physikalischen Ereignisse zu untersuchen, ist sie auf die Hilfe des genialen Physikers Malley angewiesen. Als sie ihn abholt, wird das schnell als Entführung hingestellt.

Infos:
Ken MacLeod ist ein phantastischer Autor, der sehr gern politisch wird. Mit seiner Cassini-Division gestattet er sich einen Ausflug in den Bereich der Space-Opera, die in den letzten Jahren sehr wenig veröffentlicht wurde.
Gleichzeitig stellt der Autor nette Kleinigkeiten vor. Zum Beispiel intelligente Raumanzüge die sich auf gesprochene Befehle in Abendkleider oder andere Kleidungsstücke verwandeln.
Gleichzeitig lässt Ken MacLeod seine Romangestalten über die Vor- und Nachteile verschiedenster Gesellschaftssysteme Streitgespräche führen.
Der Autor ist in seinen Romanen sehr abwechslungsreich. Ein brillianter Spötter, der es mit der Politik nicht so genau nimmt, sondern sie gern mit spitzer Feder angreift. Dabei zeigt er sich als treffsicherer Satiriker. Seine Erzählung ist jedoch nicht politisierend, sondern er schreibt spannende Abenteuer-SF.





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