BuchTipps ~ Schreibers Schriften


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Titel: Feuer
Genre: Soft-Grusel
Verlag: Droemer
Seiten: 715
Autor / Herausgeber: Wolfgang Hohlbein
Preis: 19,90 Euro
Bewertung:
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Rezension:
Ein Feuer bricht in Köln aus, dem weitere folgen. Niemand weiss, wer für die Brände verantwortlich ist. Niemand hat weniger Interesse in den Umkreis der Täterschaft zu gelangen als Wieland Lokkens. Der kleinkriminelle Enddreissiger ist nichts weiter als ein kleiner Autodieb, der davon lebt Autos zu entwenden und zu verkaufen. Sein Hauptkunde ist der Bordellbesitzer Georg. Auf dem Weg zu ihm fährt er mit einem extravaganten Luxusvehikel eines Tages das Kind Duffy an. Sie verschwindet verängstigt in den Trümmern einer ausgebrannten Villa. Will Lokkens plagt sein schlechtes Gewissen hetzt hinter dem Kind her. Er durchsucht das Haus und den Keller der Hausruine, verliert sie dabei jedoch aus den Augen. Schliesslich gelingt es ihm, das Kind aus den Trümmern zu holen. Die noch immer warmen Trümmer des Hauses scheinen Unheimliches zu verbergen, Duffy jedoch steht scheinbar mit unheimlichen Mächten in Verbindung. Wills Leben wird komplett aus dem Ruder laufen. Eine Überaschung für ihn ist, seine alte Liebe Martina ist die Mutter von Duffy. Schliesslich wird die zwölfjährige Duffy entführt. In Wills Haus bricht ein Feuer aus, dem er zwar entkommen kann, in den Medien wird er jedoch für tot erklärt. Das nutzt Will insbesondere dafür, um weiter nach der verschwundenen Duffy zu suchen. Gleichzeitig brechen in Köln immer wieder neue Brände aus.
Infos:
Nun, der Klappentext des neuen Buches, dass unter dem Namen von Wolfgang Hohlbein veröffentlicht wurde ist etwas übertrieben. In Köln wird gezündelt, doch davon ist jedoch keine Menschheit bedroht. Das Buch ist ein spannender Roman, der zumindest in Teilen gut lesbar ist. Eine Erzählung mit unheimlichen Andeutungen mit einem seltsamen Verlierertyp, dessen Ahnen das Drachenfeuer beherrschten. Obwohl das Buch alles hat, was ein spannender Roman haben sollte, stimmt letztlich der Schluss nicht. Ein paar Stilbrüche, schlecht aufgebaute Handlungsträger, und anderes mehr, was im Einzelnen nicht schwerwiegend auffällt, aber in der Summe ein grosses Minus gibt. Die Hälfte des Buches schaffte es, mich damit zu beschäftigen, Seiten umzuschlagen und nur noch flüchtig drüber zu lesen. Spannung liess zu wünschen übrig und Langatmigkeit der Texte hätten einen erfahrenen Lektor gebrauchen können. Ich schrieb oben, ... dass unter dem Namen von Wolfgang Hohlbein veröffentlicht wurde..., damit meine ich, dass ich glaube, dass das Buch nicht allein von ihm geschrieben wurde. Damit würde sich dann vieles erklären, von Stilbrüchen, sprachliche Schnitzer, von zu langen Texten, von Logikfehlern.

geschrieben von: erik





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