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Titel: Die Brücke von Avignon
Reihe: Avignon Trilogie
Genre: historische Fantasy
Verlag: Fischer Taschenbuch
Seiten: 375
Autor / Herausgeber: Thomas R. P. Mielke
Preis: 8,90 Euro
Bewertung:
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Rezension:
Wir schreiben das Jahr 1314. Ein junger Mann, genannt Smaragdus, mit bürgerlichen Namen Bertrand de Commings, flüchtet vor Dominikanermönchen der Inquisition, die gerade seinen Mentor Meister Eckhart von seinem Lehrstuhl der Sarbonne vertrieben. Der einst mächtige Orden der Templer ist zerschlagen. Der Sturz der Festung Akkon im Heiligen Land verkraftete der Orden nicht. Für das klägliche Ende der Kreuzzüge verantwortlich gemacht, der Alchemie, Ketzerei und Teufelsanbetung angeklagt, gilt das Ziel ihrer Gegner dem angeblichen Schatz der Templer. Aber Bertrand ist sicher, hinter der Zerstörung des Ordens steckt ein Komplott, der mehr zum Ziel hat. Auf der Flucht vor den eben genannten Dominikanermönchen, auch als Hunde des Herrn bezeichnet, stürzt er sich mit dem Pferd in die Fluten der Rhone. Sein Ziel ist, seinen Vater zu treffen. Ihm soll er eines der geheimen Zeichen bringen, die das Geehimnis des Schatzes der Templer schützen. Er trägt es in Form eines Bischofsringes an einer Kette um seinen Hals. Doch die Zeit wird knapp. Sein Vater Bertrand de Goth, alias Papst Clemens V., liegt im Sterben. Und nur er ist in der Lage, die Schuld zu Sühnen und das Erbe des Templerordens zu bewahren. Vor Jahren wurde der mächtige Orden zwischen der geistlichen Macht des Papstes und der weltlichen Macht des französischen Königs, Philip des Schönen, aufgerieben. Die letzten Brüder leben verstreut und in Verstecken, doch wo immer die Inquisition, vertreten durch die Dominikaner ihrer habhaft werden, brennen die Scheiterhaufen. Ihre Überlieferungen sind Legende und überall wird ein sagenhafter Schatz der Templer vermutet. Jetzt ist Bertrand ernannt worden, den wenigen Spuren nachzugehen, die zu jenen Schatz führen. Grossmeister Jacques de Molay starb vor drei Wochen auf dem Scheiterhaufen. Und von ihm erhielt er den Auftrag zum Papst zu gehen, wenn die letzten Templer auf dem Scheiterhaufen brennen. Bertrand ist wahrlich nicht der Letzte von ‚Die Armen Ritter Christi vom Tempel Salomonis zu Jerusalem’ aber vielleicht der einzige Templer, der die verborgenen Zeichen der Templer und ihre Herkunft aus der jüdischen Kabbala erkennen könnte.
Auf seiner abenteuerlichen Flucht von Paris nach Avignon trifft er auf die jüdische Maid Miriam. Dabei verliebt er sich in die junge Frau. Mit ihr und ihrem Bruder Seder stellt sich Bertrand seinen Gegnern.


Infos:
‚Die Brücke von Avignon’ stellt den Auftakt einer historischen Abenteuer-Trilogie dar, die sich mit Verrat, Treuebruch und Zielstrebigkeit auseinandersetzt. Dabei gehört der Autor Thomas R. P. Mielke zu jener Spezies Menschen, die die Templer als unschuldige Opfer in einem weit verstrickten Ränkespiel sehen. Herr Mielke nimmt es mit seiner geschichtlichen Genauigkeit allerdings etwas zu genau. Eine Fülle von Namen die auf den Leser einstürmen wären nicht nötig gewesen. Daraus ergibt sich eine schnelle Erzählung, die schnell und rasant durch die Historie reist. Mir persönlich gefällt eine Geschichte, die wie diese schnell beginnt und nur wenig an Schwung verliert. Seine Personen sind so natürlich dargestellt, so bekommt man als Leser den Eindruck, die Handlungsträger könnten hier und jetzt bestehen. Neben dem Helden Smaragdus fiel mir besonders das mutige jüdische Mädchen Miriam auf. Die Liebe die sich zwischen den beiden anbahnt ist nur zart, leicht angedeutet und kommt nicht richtig voran. Möglicherweise wird in den folgenden Bänden die für Sommer und Winter 2005 angekündigt sind, diese noch vertieft.

geschrieben von: erik





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