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Titel: Der Funke des Chronos
Reihe: -
Genre: Phantastik
Verlag: Piper Verlag
Seiten: 417
Autor / Herausgeber: Thomas Finn
Preis: 19.90 Euro
Karte: 2 historische Stadtkarten Hamburgs
Bewertung:
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Rezension:
Piper kündigt den Roman als "Phantastischen Thriller" an, doch so einfach ist dieser Roman nicht einzuordnen. Er ist zum einen eine Zeitreisegeschichte, zum anderen ein historischer Roman über das alte Hamburg und den großen Brand von 1842. Vor allem aber ist er verdammt spannend und intelligent konstruiert.
Den Hauptprotagonisten Tobias, ein Medizinstudent unserer Tage, verschlägt es gleich in den ersten Kapiteln und mittels einer Zeitmaschine in das Hamburg der Biedermeierzeit. Doch kaum angekommen, wird er von einem Polizeiaktuar als Urheber einer Serie von Ritualmorden verdächtigt - womit die eigentliche Handlung beginnt. Und die hat es in sich.
Thomas Finn schildert dabei das alte Hamburg mit einer Intensität, wie man es in kaum einem anderen historischen Roman findet. Allein vor der Recherche muss man als Leser den Hut ziehen. Und während man einmal quer durch das Hamburg der Biedermeierzeit geführt wird, und mit Freimaurerrätseln im Stil von "Illuminati" und "Sakrileg" konfrontiert wird, begegnet man allerorten zeitgenössischen Berühmtheiten - allen voran Heinrich Heine, der einen wichtigen Part im Roman einnimmt.
Überhaupt hat Finn ein Händchen für seine Figuren. Hier ist nicht zuletzt die Nebenfigur des Uhlen (Nachtwächters) Borchert zu nennen, der einem sicher noch lange im Gedächtnis haften bleiben wird. Auch sprachlich bemüht sich der Autor um Besonderheiten. Manche Figuren sprechen Plattdeutsch, andere hessisch und wieder andere jiddisch. Vor allem bleibt die Story bis zum Ende spannend und weist überdies einen augenzwinkernden Schluss auf.
Fazit: der Funke des Chronos ist ein wirklich fesselnder Roman, den man unbedingt selbst gelesen haben muss. Unbedingte Lesemepfehlung!

Infos:
Thomas Finn wurde als Autor für Rollenspiel-Systeme wie "Das Schwarze Auge" und "Cthulhu" sowie als Autor der Gezeitenwelt bekannt.
Sehr empfehlenswert ist der Besuch seiner graphisch und inhaltlich sehr schön gestalteten Webseite unter: www.thomas-finn.de





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