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Titel: Tochter des Frühlings
Reihe: Ginevra 1. Band
Genre: Fantasy - Artus Saga
Originaltitel: Guinevere - child of northern spring
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Seiten: 486
Autor / Herausgeber: Persia Woolley
Übersetzt: Hans J. Schütz
Preis: 25 Euro
Titelbild: Dietrich Ebert
Bewertung:
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Rezension:
Die Artussaga ist sicherlich eine der grössten Sagen des sogenannten Abendlandes. In immer neuen Abwandlungen wird sie erzählt. So erscheint es fast, sie ist eigentlich eine Geschichte von Frauen, Müttern, Geliebten, Mädchen. Gerade weibliche Schriftsteller bemühen sich um dieses Thema.
Ginevra ist die Königin der Kelten. An der Seite von König Artus herrscht sie über das frühchristliche England, das sich in einem gesellschaftlichen Umbruch befindet. Doch bis sie erst auf dem Thron sitzt, dauert es noch etwas. „Die Tochter des Frühlings“ ist der Beginn einer Trilogie, die die Geschichte von der Frau an Artus Seite erzählt. Ginevra ist die Tochter von König Leodegrance aus dem heutigen Wales. Ginevras Jugend erlebt sie am Hofe ihres Vaters. In den Armen einer liebevollen Familie wächst sie mit ihren Ziehgeschwistern Birgit und Kevin am Hof auf. Als sie erfährt, dass sie dem König Artus Pendragon versprochen ist, wird für sie die Zeit vom jungen Mädchen zur heiratsfähigen Frau ein sehr schneller, fast überhasteter Reifeprozess. Ginevra muss erkennen, ihre Heirat ist nicht nur eine Ehre, sondern zugleich auch eine politische Notwendigkeit. Ginevra ist anfänglich gar nicht darüber erbaut, den fremden Mann, den sie nur vom Hörensagen kennt, zu heiraten. Zweifel, Ängste und Unsicherheit begleiten sie ihr ganzes Leben. Als starke Frau wird sie beschrieben, doch ist sie das nicht immer. Das zeigt sich bei ihr dann auch darin, dass Sie eine Frau ist, die nicht in der Lage ist, einen Thronfolger zu gebären. Zudem ist sie eine Frau, die zwischen dem Glauben der Druiden und der Kirche steht. Auf der einen Seite der Zauberer Merlin, auf der anderen die Kirche. Aufgewachsen mit dem Glauben an die Druiden und den alten Riten des Landes, führt ihr Weg bald in das Christentum.Aber das nur nebenbei. Im Mittelpunkt steht Ginevra. Sie, die tragische Gestalt, erscheint in dieser Erzählung als eine starke Frau, die als fröhliches Mädchen beginnt und ein selbstbestimmtes Leben führt.

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geschrieben von: erik





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