BuchTipps ~ Schreibers Schriften


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Titel: Flucht ins Feenland
Genre: Fantasy
Originaltitel: Lud-in-the-Mist
Verlag: Piper Verlag
Seiten: 320
Autor / Herausgeber: Hope Mirrlees
Übersetzt: Jakob Schmidt und Hannes Riffel
Preis: 19,90 Euro
Titelbild: Bridgeman Art Library
Bewertung:
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Rezension:
Das Land Dorimare ist das Land von biederen Bürgern. Ihre Hauptstadt ist Lud-in-the-Mist. Dort wohnt der Bürgermeister Nathan Hahnenkamm. Der Bürgermeister sorgt für Ruhe in der Stadt und dem umliegendem Land. Das einzige Problem, dass er hat, ist das Feenland, das an das Land Dorimare grenzt. Denn hier geht der Glaube, das Land fest im Griff zu haben, fehl. Denn aus dem berüchtigten Feenland werden die noch berüchtigteren und kriminellen Feenfrüchte nach Dorimare geschmuggelt. Der Schmuggel mit diesen gefährlichen Früchten lässt sich nicht unterbinden und ausgerechnet der Sohn des Bürgermeisters nascht an diesen Früchten. Sie sind gefährlich, verwandeln die Wesensart des Menschen bringen ihnen wirrköpfige Gedanken. Und ein Mensch, der könnte ja auf ganz abwegige Gedanken kommen, das Land verlassen, etwas erleben wollen und aus diesem kleinbürgerlichen Mief ausbrechen. Wie kann man nur?
Doch das ist nicht das Einzige, was den Bürgermeister beschäftigt. Da gibt es noch einen rothaarigen Tanzlehrer, der die betreuten, höheren Töchter von Fräulein Holzapfels Internat verführt. Skandalöse Tänze im Mondlicht und so. Und das plötzliche Verschwinden der jungen Damen sorgt weiter für Aufregung. Dann gilt es auch noch den Mord an einem Bauern aufzuklären, der dem ehemaligen Knecht in die Schuhe geschoben wurde.

Infos:
Das Buch, bereits im Jahr 1926 geschrieben, ist ein kleines Einod aus dem Bereich der Fantasy. Die Schriftstellerin Hope Mirrlees besuchte als eine der ersten Frauen eine Universität in Grossbritannien. Sie galt in den 20er Jahren als eine schillernde Erscheinung der britischen Literaturszene und doch ist nur sehr wenig über sie bekannt. Hope schrieb nur dieses eine Fantasybuch und verschwand lange Jahre in der Bedeutungslosigkeit. Erst in den 70er Jahren des letzten Jahrtausends fand sie wieder Eingang in die Literatur.
Die deutsche Übersetzung gefällt mir sehr gut, weil doch einige Spielereien mit der Sprache durchgeführt werden. Wenn ein Schuster Petete heisst, mit einer Tochter namens Ete, oder Namen wie Schnadderatsch und weitere, dann beschreiben diese Namen die handelnden Personen fast besser, als jede ausführliche Beschreibung. Das Buch selbst lässt sich sehr gut lesen mit einer sehr guten Übersetzung.

geschrieben von: erik





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