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Titel: König der Erinnerungen
Reihe: Trilogie: Die Legenden von Majipoor
Genre: Science Fantasy
Originaltitel: sorcerers of majipoor
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
Seiten: 700
Autor / Herausgeber: Robert Silverberg
Übersetzt: Uwe Anton
Preis: 9,95 Euro
Titelbild: Rainer Kalwitz
Bewertung:
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Rezension:
Der höchste Herrscher des Planeten Majipoor, Pontifex Prankipin, liegt im Sterben. Die edlen Prinzen, Herzöge etc. des Planeten versammeln sich im tiefen Labyrinth des höchsten Berges. Hier ist die Residenz des Herrschers und hier soll der neue Herrscher gewählt werden. Majipoor besitzt ein ganz eigenes Herrschersystem. Der Pontifex ist der geistliche Herrscher der Welt. Wenn er stirbt, wird der weltliche Herrscher, der Coronal, zum Pontifex gekürt. Zum Coronal wird ein neuer Mann gewählt, aber es darf nicht der männliche Nachkomme aus der Familie des Coronal sein. So will es der Brauch. Coronal Confalume bricht dieses eherne Gesetz. Statt Prestimion zum Coronal zu ernennen, bestimmt er seinen eigenen Sohn, Korsibar, zu seinem Nachfolger. Prestimion verlässt enttäuscht das unterirdische Labyrinth. Er reist auf den 30 Meilen hohen Burgberg, auf dessen Spitze der Herrschaftssitz der Coronals steht. Er wird aber abgewiesen. Wenig später wird er zu Lord Korsibar gerufen. Prestimion weigert sich Korsibar als neuen Coronal anzuerkennen. Der Streit weitet sich aus und Prestimion landet im Kerker, kann jedoch von seinen getreuen Freunden befreit werden. Daraufhin stellt er ein Heer auf, um den neuen Coronal zu stürzen, wird aber vernichtend geschlagen. Heimatlos zieht er allein durch die Lande, mit Ziel Triggoin, der Stadt der Zauberer. Hier erholt er sich von seinen geistigen und körperlichen Schwächen, nur um erneut ein neues, grösseres Heer aufzustellen.
Infos:
Das Buch erschien bereits im April 1998 als Bastei TB 24237 unter dem Titel „Die Zauberer von Majipoor". Im Vergleich zu Basteiausgabe wurde die Ausgabe für den Heyne Verlag noch einmal überarbeitet. Das war leider notwendig, denn es ergaben sich einige Fehler bei der Übersetzung, wie auch im Druck. Ganz gelungen ist dieser Roman aber auch nicht. Man kann von Robert Silverberg halten, was man will. Er ist ein grossartiger Erzähler, wenn man ihn lässt. Was mir hier nicht gefallen hat, waren seine ellenlangen Beschreibungen, die er abgab. Da sind die vielen wörtlichen Reden, die aber immer wieder unterbrochen werden, um neu hinzugekommene Personen, teils Seitenweise, zu beschreiben. Trotz allem gehört der “König der Erinnerungen“ nicht zu seinen besten Romanen. Wie auch der deutsche Titel sehr unpassend ist. Aber auch der Originaltitel ist nicht sehr passend, denn die Zauberer finden nur ein Nebensätze-Dasein.

geschrieben von: erik





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